Über Naniby: Naniby ist ein KI-gestützter kreativer Begleiter für Kinder ab 4 Jahren. Durch eine sprachbasierte Interaktion hilft die App jungen Geschichtenerzählern dabei, ihre Kreativität und Gefühle im gemeinsamen Erzählen auszudrücken. Naniby wurde von Krzysztof Tarasiewicz und Daniel Wiliński mitbegründet und schließt die Lücke zwischen der kreativen Entdeckungsreise auf dem Tablet und der elterlichen Begleitung auf dem Smartphone. So wird Bildschirmzeit in aktives Gestalten verwandelt - unterstützt durch entwicklungspsychologische Erkenntnisse von Fachleuten für kindliche Entwicklung.

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Was ist Joint Media Engagement (Gemeinsame Mediennutzung)?

Und warum es in jeder Diskussion über Bildschirmzeit einen Platz verdient.

Was ist Joint Media Engagement (Gemeinsame Mediennutzung)?

Die Debatte über Bildschirmzeit kennen wir alle. Sie läuft seit Jahren. Und sie dreht sich im Kreis.

Zu viel davon. Zu wenig Aufsicht. Schädlich für Kinder. Und trotzdem: Wir leben in einer Welt, in der es immer mehr davon gibt. Das Schwierigste daran ist (auch wenn man es ungern zugibt), dass diese Bildschirmzeit manchmal wirklich gut für die eigene Gesundheit ist. Eine kurze Verschnaufpause. Etwas Stille. Und dann kommt das schlechte Gewissen - weil man diese Stille gebraucht hat.

Dabei gibt es, wie so oft in der Psychologie (und vielleicht auch im Leben), keine einfachen Antworten. Die Wahrheit liegt selten an einem der beiden Enden. Und die Lieblingsantwort aller Psychologen lautet: Es kommt darauf an.

Aber worauf eigentlich?

Auf mehrere Dinge - unter anderem auf die Anwesenheit und das Engagement eines Erwachsenen (wer hätte das gedacht?). Konkret geht es um die aktive Beteiligung am digitalen Medienkonsum des Kindes. Forschende haben dafür einen Begriff geprägt: Joint Media Engagement (JME) - auf Deutsch in etwa: gemeinsames Medienerleben.

Was bedeutet gemeinsames Medienerleben konkret?

Im selben Zimmer zu sitzen reicht nicht. Gelegentlich zu nicken, während man selbst aufs Handy schaut, reicht auch nicht. Es geht darum, das Erlebnis wirklich zu teilen - gemeinsam zu schauen und über das zu sprechen, was auf dem Bildschirm passiert. Am ehesten lässt es sich vergleichen mit dem gemeinsamen Anschauen eines Bilderbuchs.

Bei Naniby kommt noch etwas dazu: Das Buch schreibt sich in Echtzeit - und das Kind erfindet den Inhalt selbst.

Ein Tablet verhält sich weit mehr wie ein Buch als wie ein digitaler Babysitter - aber eben nur dann, wenn ein aufmerksamer Erwachsener daneben sitzt. Auch mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Diese Anwesenheit ist es, die dem Ganzen erst BEDEUTUNG gibt. Denn: Mehr elterliches Engagement bedeutet weniger passiven Bildschirmkonsum bei Kindern.

Wann kann Bildschirmzeit also gut sein?

Lori Takeuchi und Reed Stevens - zwei führende Forschende auf dem Gebiet digitaler Medien, kindlichen Lernens und familiärer Interaktion - haben sechs Bedingungen für produktives JME beschrieben. Sie haben uns bei der Entwicklung von Naniby als Orientierung gedient:

  1. Gegenseitiges Engagement (Mutual engagement): Alle Beteiligten sollten gleichermaßen motiviert sein und die Aktivität als lohnenswert empfinden. Kein Mitmachen aus Pflichtgefühl. Kein halbes Dabeisein.
  2. Dialogisches Erkunden (Dialogic inquiry): Die Aktivität sollte dazu einladen, gemeinsam Dinge zu verstehen - durch Gespräche, Fragen, gegenseitige Impulse. Erwachsene unterstützen das Denken der Kinder, indem sie nachfragen und zum Nachdenken anregen.
  3. Gemeinsames Erschaffen (Co-creation): Die Beteiligten konsumieren Medien nicht nur gemeinsam - sie nutzen sie, um etwas zu schaffen. Das kann ein Bild sein, ein kleines Video oder einfach ein gemeinsames Verständnis von etwas. Es braucht Dialog und Abstimmung.
  4. Grenzen überschreiten (Boundary crossing): Produktives JME geht über den Moment hinaus. Ein Ausflug in den Wald kann eine Geschichte inspirieren - und die Geschichte kann dazu führen, dass danach draußen ein „Wald" nachgebaut wird. Das eine nährt das andere.
  5. Entwicklungsabsicht (Intention to develop): Mindestens eine der beteiligten Personen möchte, dass die Aktivität zu etwas führt - für sich selbst oder für die andere Person. Das setzt voraus, dass man die Bedürfnisse und Interessen des anderen im Blick hat.
  6. Fokus auf Inhalt, nicht auf Kontrolle (Focus on content, not control): Das Medium sollte es ermöglichen, sich auf die Geschichte selbst zu konzentrieren - nicht auf die Bedienung des Geräts. Technik und Benutzeroberfläche sollten nicht ablenken. Und Sätze wie „Nicht anfassen!" oder „Warte, noch nicht!" sollten so selten wie möglich vorkommen.

Wie nutzt Naniby das?

Unser persönlicher Anspruch ist, dass Bildschirmzeit einen echten Wert hat - und im besten Fall Eltern und Kind einander näherbringt.

Phase 1 von Naniby ist vollständig um diesen Gedanken herum gebaut. Du sitzt neben deinem Kind. Es hat das Tablet. Du hast die Eltern-App (Backstage) auf deinem Handy. Du fängst die Ideen deines Kindes auf, sobald sie kommen („LASS DIE BANANE EINE RAKETE FINDEN!"), und schickst sie weiter. Die KI baut in Sekundenschnelle eine Welt um euch herum auf. Nach jeder Session helfen unsere Impulse dabei, die Geschichte in die echte Welt zu tragen - ganz ohne Bildschirm. Naniby wurde nicht entwickelt, um dich zu ersetzen. Es wurde entwickelt, um euch zusammenzubringen - in einem digitalen Raum, der zwischen euch ohnehin schon existiert.

Redigiert von Mag. Katarzyna Babka, Psychologin, Spezialistin für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

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